Im Support treffen wir immer wieder auf Kundeninstallationen, bei denen der Programmstart teilweise mehrere Minuten benötigt. Deswegen möchte ich in diesem Artikel die Ursache erklären und wie man den Start beschleunigen kann.

Zum einen kann der verzögerte Start damit zusammenhängen, dass die Verbindung überprüft und z.B. eine Medienliste abgerufen werden muss. Je nach Drucker kann dies auch mal dreißig Sekunden dauern. Dies ist nötig, damit die Software und der Drucker auf dem gleichen Medienstand synchronisiert sind und lässt sich auch nicht einfach beschleunigen.

Zum anderen ist die Anzahl an Aufträgen in der Warteschlange ausschlaggebend, wie schnell die Software starten kann. Auch wenn Aufträge sich in Containern befinden, zählen sie noch als einzelne Aufträge. Beim Start werden die Einstellungen jedes Auftrags kurz kontrolliert und auch dieser Vorgang ist wichtig, damit die Software stabil laufen kann und alle geladenen Aufträge verfügbar sind. Ob eine Vorschau oder Ripdaten vorhanden sind, spielt an dieser Stelle noch keine Rolle für das Einladen und hat keine Auswirkungen auf den Start.

Deswegen empfiehlt es sich, die Anzahl an Aufträgen im Archiv immer möglichst klein zu halten. Um dies zu erreichen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

I. In den Auftragseinstellungen unter Ablauf kann man nach dem Druck Aufträge sofort löschen lassen oder nach einem Zeitraum.

II. Unter “Erweiterte Einstellungen” in den “Drucker Eigenschaften” ist es auch möglich, gedruckte Aufträge nach einem Zeitraum zu löschen oder davon abhängig, wie groß die Zahl an Aufträgen im Archiv ist.

Diese beiden Möglichkeiten sind natürlich weniger hilfreich, wenn man seine Aufträge vielleicht später nachdrucken möchte und die Einstellungen dann nicht mehr besitzt. Diese kann man zwar manuell pro Auftrag über “Alle Einstellungen sichern” speichern, aber dies müsste dann manuell für jeden Auftrag gemacht werden.

Die eleganteste Möglichkeit, Ordnung zu halten und eine Reproduzierkeit zu gewährleisten ist dagegen die dritte Möglichkeit:

III. Mit dem Job Backup Modul kann man Aufträge automatisch nach dem Druck in einen Ordner verschieben oder dabei werden alle Einstellungen und sogar Profile mitgespeichert, so dass man den Auftrag komplett mit allen verknüpften Daten wiederherstellen kann. Natürlich kann dieser Vorgang auch manuell angestoßen werden. Da jeder Auftrag oder gar ganze Container in eine einzelne Datei komprimiert werden, kann man diese auch leicht gesondert auf Netzwerkordnern lagern.

Natürlich lassen sich diese auch leicht wieder importieren und neben einer eigenen Funktion, mit der man sich das eigene Job Backup Archiv aufrufen kann, kann man die Job Backup – Dateien auch einladen, in dem man sie einfach in den Hotfolder kopiert.

Ab PS10 Ultimate ist das Job Backup Module (JBM) enthalten. Zu Select und Pro kann man es natürlich auch dazukaufen. Mehr Informationen über dieses Modul können Sie hier finden:

https://www.colorgate.com/de/job-management/job-backup-module/

Ich hoffe, dieser Artikel enthielt den ein oder anderen hilfreichen Tipp.

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